Intuitive und meditative Annäherung:
Stelle dir den Mut als ein lebendiges Wesen vor
Wie fühlt es sich an? Wie fühle ich mich, wenn ich Mut fühle?
Wo und wie erlebe ich ihn im Verhältnis zu meinem Körper?
Welche erlebbare Dynamik hat Mut, wie bewegt er sich?
Wie spricht Mut? Was sagt er zu mir, welche Intention hat er?
Was für einen Charakter hat er, welche Würde strahlt er aus?
Wir begannen unseren Austausch mit den Eindrücken, die uns die meditative Annäherung brachte. Interessant war, dass wir alle unsere Farbeindrücke des Mut-Wesens bei oder zwischen Blau und Rot verorteten.
Körperlich haben wir Mut im Bereich von Brust und Bauch oder direkt vor uns wahrgenommen, als eine sich sammelnde Kraft, die ergriffen und genutzt werden will. Hierzu wird aber unbedingt unser Willen (Entschlossenheit) und unser Vertrauen benötigt. Um dann mit uns „durch etwas zu gehen“, nach vorn (in die Zukunft) zu gehen. Im Unterschied zur Wut (niederes Bewusstsein) ist das Wesen des Mutes geistig klar, bekräftigend, und fokussiert. Bevor der Mut bewusst ergriffen wird, gibt es eine kurzes Innehalten (Demut?), ein Moment in dem Entschlusskraft und Vertrauen zusammenfallen, meist begleitet von einem tiefen Ein- und Ausatmen.
Aspekte des Mutes
Geistige Entwicklung: Mut als innere Antriebskraft um nicht an Misserfolgen zu verzweifeln, sondern immer wieder neu nach dem Geistigen zu streben
Furchtlosigkeit: Mut, sich von Bekanntem zu lösen und der Zukunft entgegen zu leben
Handeln aus Vertrauen: Mut, aus reinem Vertrauen in die geistige Welt zu leben (ohne Streben nach äußeren Sicherheiten)
Mut wird zur Erlöserkraft: Kraft, die durch Entwicklung des inneren Mutes entsteht und den Menschen befähigt sich geistig zu erlösen (sein Schicksal, seinen Lebensplan zu erfüllen)
Kurz und knapp:
Mut ist eine aktive, innere Haltung der Entschlossenheit und des Vertrauens, die den Menschen befähigt, seine Bestimmung zu erfüllen
